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Gymnastik: Wohlfuehltage an der Mosel

Auf dem Seitensprung zur Wackelei

Eine Runde auf der Mosel, die Fuehrung durch den ehemaligen Bundesbank-Bunker und Wanderungen rund um Cochem prAeegten die schon traditionellen ?Wohlfuehltage? des SV Disbu, wie seit vielen Jahren von Uebungsleiterin Brigitte Metscher vorbereitet und organisiert.

Eine entspannende Einfuehrung in die Mosellandschaft vermittelte die einstuendige Schiffstour entlang der steilen Weinberge, mit der besonderen Perspektive auf die Reichsburg und auf Doerfer mit malerischen Fachwerkhaeusern, ehe mit dem Bundesbank-Bunker ein erster Hoehepunkt auf die Sportlerinnen und Sportler wartete. 22 Jahre lang lagerte hier, als Ausbildungsstsaette der Bundesbank gut getarnt inmitten eines Cochemer Wohngebietes, im Untergrund eine Ersatzwaehrung im Wert von 15 Milliarden D-Mark. Weder die Nachbarn noch die Stasi wussten von diesem Geldvorrat, der waehrend des Kalten Krieges aus Sorge vor Falschgeld oder verseuchten Noten aus feindlichen Staaten und einem befuerchteten Atomschlag angelegt worden war. Ein Notfallplan sollte den kompletten Austausch der damals gueltigen Waehrung innerhalb von zwei Wochen ermoeglichen. Weil man die Ersatzwaehrung ? zum Glueck ? nicht brauchte, wurde sie, bis auf einige Museumsstuecke, 1988 komplett vernichtet. Heute kann man fast alle Einrichtungen der minutioes geplanten Anlage mit einer kundigen Fuehrung besichtigen.

Der zweite Wohlfuehltag war eine abwechslungsreiche, bei strahlend blauem Himmel und viel Sonne zeitweise schweisstreibende Runde auf dem ?Seitensprung? genannten Wanderweg von der Bergstation des Cochemer Sessellifts zum Pinner Kreuz und zur Wackelei, zwei Aussichtspunkte mit Blick auf Cochem, die Reichsburg, ins Tal der Endert und hinueber zur Ruine Winneburg. Zwischendurch verfuehrte Brigitte Metschers Naturmemory zum genauen Blick auf Pflanzen und Baeume, die hier auf den Hoehen ueber der Mosel gedeihen. Auf einem Schild kann man noch "Wackelay" lesen: Wacken ist ein alter Begriff fuer Felsen, und Lay ist in Weinbaugegenden die Bezeichnung fuer Lage. Der exponierte Aussichtspunkt mit seiner bequemen Ausruhliege ist woertlich genommen die "Felsenlage".

Nach der Talfahrt mit dem Lift waere ausreichend Gelegenheit zum Spaziergang durch Cochems Altstadt gewesen. Leider ist der Bummel durch die schmalen Gassen und ueber den malerischen Marktplatz mit seinem Barock-Rathaus kein ungetruebtes Vergnuegen. Allzu viele Touristen scheinen von aktuell notwendigen Verhaltensweisen nicht ueberzeugt zu sein: kein Mund- und Nasenschutz, null Abstand, stattdessen Gedraengel auf den Strassen und in den Caf?s. Da faellt den Ruesselsheimern die Sorgfalt besonders auf, mit der sie in ihrem Hotel und in den besuchten Restaurants bewirtet und betreut werden.

Dass ? auch an einem Werktag ? die Mosel ein hoffentlich nur touristischer Hotspot ist, merken die Disbu-Wanderer auch am letzten Tag. Nach einer Wanderung zur 850 Jahre alten und nie eroberten Burg Eltz werden sie von einer Menschenschlange und der Aussicht auf rund zwei Stunden Wartezeit empfangen. Die geplante Fuehrung wurde deshalb einvernehmlich aus dem Wohlfuehlprogramm gestrichen. Dem Gesamtlob der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Brigitte Metscher tat dies keinen Abbruch.



[URL=http://www.disbu-archiv.de/fotoalbum2/index.php?/category/461]Bilder des Ausfluges[/URL]


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 26.07.2020.
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